Monday, December 15, 2008

ergo

Stich in meine Venen
sickere aus meinem Mund
gebeugt von meinen Lasten
über meines Abgrunds Schlund

lehne ich gegen die Brüstung
die der Rand ist klarer Sicht
das Sternenzelt bringt Regen um
und tropfend kühlt mir mein Gesicht

in Nebel schaut mein müder Geist
der nasse Frost zieht ins Gebein
schwebend auf einer Insel heißt
von nirgends kommt ein andrer Schein

als das Licht von Sternen, Mond
und Wolken über meinem Kopf
nur die Brüstung die mich schont
erwiedert steinernd Licht, ich klopf

mit meiner Hand, sie schmerzt
meine Füße stehn im weichen Gras
doch Taubheit das Gefühl verscherzt
wie meine Sicht so klar wie Glas

das kälter ist als jedes Eis
meine Eingeweide winden
die Augen verliern das führnde Gleis
die Welt wird mich nicht wieder schinden

als Zug um Zug hinniederbricht
vor meinen wahnsinnsstarren Augen
das Gefüge und das Licht
der Sterne und ich soll es glauben

Posted by Gedankenanschläge at 01:13 Comments Off on ergo