Friday, December 11, 2009

zartes Tuch

Wind fegt über Sternenhimmel
wirbelt wild durch weiße Punkte
Träume küssen Kinderstirnen
zeigen all das Ungesagte

der Gevatter lässt sich nieder
und schenkt sich ein den süßen Wein
heut Nacht soll seine Arbeit ruhn
es wolln genug entflogen sein

ein vorsichtiges leises Zittern
ein Atemhauch geht durch die Stille
der letzte der gegangen ist
entkam mit unerfülltem Willen

der Gevatter ließ ihn ziehn
den Wein nahm er sich wohl bewusst
das des Kindes Zeit nicht reif
als er ihm hat die Stirn geküsst

er wickelt seinen Silberkelch
in ein Tuch aus Seide ein
schwarz wie die Nacht mit Sternen drin
erlöst das kleine Kindelein

Posted by Gedankenanschläge at 01:37 Comments Off on zartes Tuch