Tuesday, August 10, 2010

faceless giants, forgotten in their stride

schatten wabern tief im nebel
nacht und tag sind schall und rauch
wir setzen wortlos unsre segel
und unsre ängste setzen auch

schwarze wellen schlagen leise
an den bug und an den rumpf
des kleinen bootes, unsre reise
scheint so verloren, hallt so dumpf

kein mann an bord weiß mehr wolang
und niemand weiß mehr wo einst her
sie sitzen in dem boote, lang
und tauchen ruder in das meer

aus der ferne dumpfes hallen
schatten tanzen um das boot
die schwarzen wellen steigen, fallen
und der erste mann ist tot

schweigen wird zu wortlosigkeit
und wortlos treibt der rest voran
in nebel und in dunkelheit
versinkt langsam der erste mann

das dumpfe hallen wiederholt
und weit’res hallen kommt hinzu
und als ob es einem golt
stirbt der zweite, stirbst auch du

der nun einsame ruderschlag
schleicht leise durch die wasser schwarz
die schatten kämpfen mit dem tag
der letzte kämpft mit seinem herz

das hallen aus unendlichkeit
langsame schatten hüll’n ihn ein
ein letzter stirbt vor seiner zeit
taucht in die schwarze see hinein

Posted by Gedankenanschläge at 18:39 Comments Off on faceless giants, forgotten in their stride